Endlich wieder Stadionbesuche – Nach einer langen Dürreperiode freuen sich Fans und Zuschauer in den Arenen der Welt wieder willkommen zu sein. Während Stadionbetreiber und Veranstalter ihre Events weiterhin den neuen, COVID-bedingten, Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen anpassen, droht ein anderes Risiko zu eskalieren - Die Gefahr durch Drohnen.

Drohnen werden genutzt, um Trainingseinheiten und Spiele zu überwachen, Übertragungsrechte zu verletzen, die Unversehrtheit von Fans und Spielern zu gefährden oder um Spielunterbrechungen oder gar Abbrüche zu verursachen. Stadionbetreiber und Veranstalter dürfen nicht unvorbereitet sein, wenn eine Drohne auf das Spielfeld, in die Ränge oder auf die Bühne fliegt. Beginnen Sie rechtzeitig mit der Risikobewertung Ihres Luftraums und erstellen Sie entsprechende Reaktionsprotokolle, sogenannte Standard Operating Procedures (SOPs), damit Sie im Falle eines Drohnenalarms rechtzeitig und angemessen reagieren können.

Vor dem Vorfall

Installieren eines Drohnen-Detektionssystem und Durchführung einer Schwachstellenanalyse: Mit einer intelligenten Lösung für den unteren Luftraum können Sie problemlos den Bedrohungsrad für Ihr Stadion ermitteln. Die Schwachstellenanalyse zeigt Ihnen insbesondere an welchen Wochentagen und Tageszeiten Drohnen am häufigsten auftauchen. Darüber hinaus erhalten Sie wichtige Informationen wie Drohnenmodelle, Flugrouten sowie häufige Start- und Landepunkte, die Ihnen dabei helfen Muster in den Drohnenaktivitäten zu erkennen.

Erstellung von SOPs auf Grundlage der gewonnen Daten: Sobald Sie erste Erkenntnisse gesammelt haben, können Sie diese Informationen nutzen, um die Sicherheitsvorkehrungen zu überarbeiten. Sie entscheiden ob Sicherheitsteams bestimmte Gebiete verstärkt kontrollieren, Hinweisschilder für Flugverbotszonen aufstellen, oder mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten. Nutzen Sie die Zeit vor dem Event, um strafbare Drohnenflüge zu unterbinden und verdächtige Drohnenpiloten aufzuspüren, um das Risiko am Spieltag zu minimieren.

Während des Vorfalls

Einsatz von Sicherheitspersonal zur Festnahme von Drohnenpiloten: Egal ob es sich um ein Training oder ein Spiel handelt – jede Sekunde ist kostbar. Nutzen Sie die Echtzeit-Alarme und Informationen des Drohnen-Detektionssystems, um Piloten zu lokalisieren und illegale Flüge zu stoppen.

Entschärfung der Bedrohung durch aktive Schutzmaßnahmen: Bei Veranstaltungen wie dem Super Bowl, können die Sicherheitsteams der US-Bundesbehörden befugt sein, Drohnenabwehrtechnologien wie den DedroneDefender einzusetzen, um den Drohnenflug zu stoppen. Während aktive Gegenmaßnahmen in Deutschland behördlich genehmigt werden müssen, können Veranstalter der Gefahr durch Drohnen mit passiven Abwehrmaßnahmen wie aktiver Patrouillen in potenziellen Startgebieten, klarer Beschilderung oder Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden frühzeitig entgegenwirken.

Spiel unterbrechen, Zuschauer in Sicherheit bringen: Taucht eine unautorisierte Drohne während des Spiels auf, kann es ratsam sein, die Begegnung so lange zu unterbrechen bis der Pilot festgenommen wurde.

Nach dem Vorfall

Erstellung eines Bedrohungsprofils: Die Entdeckung von Mustern in den Flügen und von sogenannten „Hotspots“ (Orte mit hohem Drohnenaufkommen) ist die beste Form der Prävention. Häufig steuern Piloten ihre Ziele mehrmals an, um das Gebiet zu untersuchen und Sicherheitslücken zu finden.

Kooperation mit Strafverfolgungsbehörden: Drohnen über Veranstaltungen zu fliegen ist sowohl in Deutschland als auch in den USA gesetzlich verboten. Das Justizministerium in Amerika klagte im Februar 2020 einen Mann in Florida an, der in der Woche vor dem Super Bowl LIV eine Drohne über das Stadion steuerte. Veranstalter können ihre Informationen hinsichtlich wahrscheinlicher Startpunkte mit den Behörden teilen, um bei folgenden Events oder an weiteren Spieltagen zusätzliche Patrouillen zu ermöglichen.

Die Zahl der Drohnenvorfälle steigt

Die Gefahr durch Drohnen ist nicht neu, doch das Risiko für Stadionbetreiber und Veranstalter steigt merklich an. Vorfälle wie beim WM-Qualifikationsspiel Moldau - Österreich oder bei der Partie Deutschland – Portugal während der Fußball-Europameisterschaft werden keine Einzelfälle bleiben. Führt man sich die Zahlen der kontinuierlich steigenden Drohnenvorfälle vor Augen sind Technologien zur Detektion und Abwehr von Drohnen unerlässlich, um den Schutz von Zuschauern, Gebäuden oder Übertragungsrechten zu gewährleisten. 

Preakness Stakes Pferderennen berichtet vom Schutz vor Drohnen

Im Mai 2021 installierte der Maryland Jockey Club, Veranstalter des 146. Preakness Stakes, die Dedrone-Lösung zum Schutz vor unautorisierten Drohnenaktivitäten. Im Vorfeld des Rennens wurde eine Schwachstellenanalyse durchgeführt und zielgerichtete Strategien für den Ernstfall entwickelt.

Die Echtzeit-Warnmeldungen von Dedrone lieferten dem Sicherheitsteam aussagekräftige Informationen wie die Drohnentypen oder die GPS-Daten zur Lokalisierung der Fluggeräte und der Piloten. Die Dedrone-Lösung, einschließlich integrierter Kameras, hat Piloten visuell identifiziert und dem Sicherheitspersonal alle Informationen geliefert, um Drohnen und Piloten zu lokalisieren und die Flüge zu beenden. Dank der Zusammenarbeit mit Dedrone konnte der Luftraum gesichert werden, sodass es keine Vorfälle am Renntag gab.

Erfahren Sie mehr über das Smart Airspace Security-Programm bei den Preakness Stakes.

Jackson Markey

Über den Autor

Jackson Markey ist Enterprise Sales Manager bei Dedrone, wo er gemeinsam mit Unternehmen und Organisationen an der Planung für einen sicheren Luftraum arbeitet.

Jackson Markey

jackson.markey@dedrone.com

Ursprünglich veröffentlicht am 14. Sep. 2021, aktualisiert am 16. Okt. 2021